Story von Christina Fuoco-Karasinski
SoundSpike Mitwirkender
Veröffentlicht am 18. Januar 2011 07:47 Uhr
Als sich Linkin Park darauf vorbereiteten, ihr neustes Album “A Thousand Suns” aufzunehmen, wägten sie die Idee ab, einen Co-Produzenten zu Vokalist/Multiinstrumentalisten Mike Shinoda als Beihilfe beim Knöpfchendrehen einzubringen.
“Wir wollten nicht, dass jemand anders herkommt und das ganze Zeug, was wir tun und was wir mögen, zu verpfuschen,” sagte Shinoda während einer kürzlich geführten zweistündigen Telefonkonferenz mit Reportern.
Wie auch immer, Linkin Park entschieden sichen letztenendes, dass der legendäre Produzent Rick Rubin ihr Mann war.
“Als er reinkam, war es offensichtlich, dass er das Zeug, das wir machten, liebte und er nicht vorhatte, es zu ändern,” sagte Shinoda. “Er nahm sich vor, zu versuchen, uns zu helfen dort auf dem bestmöglichen Weg hinzukommen. Naja, deshalb haben wir letzendlich mit Rick gearbeitet. Aber man muss erwähnen, dass wir anfangs eine Ahnung davon hatten, was es ist, und auf dem Weg trafen wir Entscheidungen, die uns dabei halfen, auf dem Weg zu bleiben und offen für neue Dinge zu bleiben.”
Sänger Chester Bennington sagte in der gleichen Telefonkonferenz, dass die Band es auf einen speziellen Vibe abgesehen hat. Die Gruppe wusste, dass sie “A Thousand Suns” als ein komplettes Kunsstück präsentieren wollte, anstatt eine bloße Sammlung einzelner Songs.
“Ich weiß, dass die eingefleischten Fans von Linkin Park sehr aufgeschlossen dem gegenüber sind, was wir machen, und manchmal braucht es eben seine Zeit, bis Leute die neue Musik geistig verarbeiten. Aber wenn sich das gesetzt hat, besonders bei diesem Album, glaube ich, dass die Leute es schätzen werden, was wir hier gemacht haben und es so sehen werden, wie wir es beabsichtigt haben, dass sie es tun,” sagte Bennington.
Shinoda und Bennington waren am Telefon, um “A Thousand Suns” zu promoten, eine enorme Abweichung von den vorherigen Veröffentlichungen, die sich industriellen Dance-Rock Musik, die an die 1990er erinnert, zu Nutze macht. “A Thousand Suns”, was 630.000 Abzüge seit seiner Veröffentlichung im letzten September verkauft hat, ist, laut Nielsen SoundScan, Linkin Park’s erstes Studioset seit dem 2007 erschienenen und mit Doppel-Platin ausgezeichneten “Minutes to Midnight”.
“Der Unterschied in dem Sound der Band von Scheibe zu Scheibe ist etwas, bei dem wir uns vornehmen, etwas zu machen, das sich für uns frisch und aufregend anhört,” sagt Shinoda.
“Wie auch immer, am Anfang eines Albums haben wir vielleicht ein Gefühl dafür, wie es sich anhören soll, aber wir haben keine definitive Auffassung davon, wie sich das anhört. Also, um euch mal ein Beispiel zu geben: als wir dabei waren, Demos für ‘A Thousand Suns’ aufzunehmen, wollten wir, dass es anders klingt. Wir machten Demos und wir wussten, dass der Sound etwas mehr elektronikbasierend war und er war lockerer und fast abstrakter. Zu dieser Zeit hatten wir noch nicht einmal einen Producer angeheuert.”
Die Fans werden die Möglichkeit haben, Material vom neuen Album live zu hören, wenn Bennington und Shinoda – mit ihren Bandkollegen Drummer Rob Bourdon, Gitarrist Brad Delson, DJ Joe Hahn und Bassist Dave “Phoenix” Farrell – bei einer Tour auftreten werden, die am 20. Januar beginnt. Bennington erklärt, dass es das bestmögliche Szenario für ihn ist, wenn sie in Arenen spielen.
“Du kriegst alles in dieses Umfeld,” sagt er. “Da ist eine Intimität, die Du immernoch mit Fans haben kannst. Du spielst Dich wirklich in die Performance einer Band ein, und das ist für mich das ideale Szenario.”
Er sagte, die Energie in einer Arena sei so großartig, dass es die Erfahrung “übernatürlich” macht, wohingegen es bei einem kleineren Venue eine Menge Probleme mit dem Sound und der Leistungsfähigkeit des Raumes gibt. Aber auch das hat seine Vorteile.
“Da ist auch eine Intimität, aber du must definitiv arbeiten,” sagte Bennington. “Es gitb viel mehr, an dem man dran herumarbeiten muss, sozusagen ungeachtet von Dir selbst. Aber eins muss [bei kleineren Venues] gesagt werden. Wir alle lieben es, kleinere Orte zu spielen und die Leute genau im Gesicht zu haben. Es gibt nichts, was dieser Erfahrung gleicht. Und deshalb denke ich, dass beides sehr, sehr großartig ist, aber… Ich glaube, dass man eine bessere Show in einer Arena haben kann, sogar wenn es eine schlechte Band ist. Es ist irgendwie einfach eine bessere Erfahrung, fähig zu sein, das zu tun. Es ist ziemlich gail.”
Shinoda sagte, die neue Tourproduktion würde so aufgebaut, dass sie die Geschichte, die in “A Thousand Suns” erzählt wird, reflektiert, ein Konzeptalbum, das von Krieg handelt – auch Atomkrieg..
“Viele Themen, die auf dem neuen Album behandelt werden, nehmen sozusagen eine zentrale Rolle in dem Anschauungsmaterial der Show ein,” sagte Shinoda. “Unser Art-Team hat eine Technologie erfunden, die speziell für diese Show ist und es hatte eine Menge damit zu tun, dass wir bei unseren Shows nicht jeden Abend das exakt Gleiche spielen. Wir spielen verschiedene Setlists und in diesen Setlists improvisieren wir. Wir wollten einen Look für die Show, der nahezu verebbt und auftaucht, je nachdem, was wir mit der Musik machen. Von Nacht zu Nacht wird die Musik unterschiedlich sein und so auch das Anschauungsmaterial. Es wir keine Show geben, die einer anderen gleicht.”
Als ein Souvenir für die Fans tut Linkin Park sich mit Base Camp Productions zusammen, um “official bootlegs” zu produzieren.
“Wir haben die MP3′s der Shows tatsächlich eine Weile als Souvenir gehabt,” sagte Shinoda. “Die Idee dahinter ist simpel, wir wollen, dass die Fans fähig sind, diese spezielle Veranstaltung der Linkin Park Show mit nach Hause nehmen können, einfach etwas, das wir unseren Fans geben.”
“In der Vergangenheit haben wir etwas dafür verlangt, aber diesmal ist es im Ticketpreis beinhaltet. Demnach, wenn du Dir ein Ticket kaufst, kannst du Dir die Show sozusagen umsonst anhören. Was prinzipiell passiert, ist, dass es nicht sowas wie ein ‘line mix’ oder ein ‘board mix’ ist, was wirklich die billigste und einfachste Möglichkeit dafür ist, so etwas zu machen. Die meisten Leute machen das so. Wir denken einfach, dass es sich furchtbar anhört und irgendwie schludrig ist, also das, was in unserer Show passiert, ist, dass der Kerl, der die Show live für Euch mixt, nimmt die Show auf, während wir sie spielen und dann nimmt er das backstage und wir machen einen speziellen Mix für Euren iPod und Eure Karre und etwas, das sich in der Stereoanlage gut anhören wird, da der Livemix sich nicht gut anhören wird. Also, yeah, es wird remixed und dann online gestellt, damit es alle Fans dieser Show es downloaden können.”
Shinoda sagte, dass der Prozess des Mixen einer Show für die MP3 von einem Tag bis zu einer Woche dauern kann. Es hängt von der Zeit ab, die die Crew zwischen den Shows umherreist. Wenn die Crew die Show sofort danach verlassen muss, um über Nacht zu fahren, zögert das die Veröffentlichung der Scheibe etwas heraus.
Bennington sagte, die Livemixe seien nur eine andere Möglichkeit, mit der Linkin Park ihre Verbindung zu den Fans verstärken kann.
“Unsere Musik wird zu der Titelmusik ihres Lebens, ihrer Lebensgeschichte. Und als ein Songwriter ist das das ultimative Ziel. [Es ist unglaublich,] etwas zu schreiben, dass jemandem wirklich etwas bedeutet. Wir haben Glück, dass wir offen genug sind, einen sehr diversen Musikstil zu schreiben und dass wir das auch irgendwie von uns selbst erwarten, dass wir wirklich offen sind für Begriffe der Art der Songs, die wir schreiben und die Vielfalt der Songs die wir schreiben und stilistisch haben wir die Chance, glaube ich, viel mehr Menschen zu erreichen, was vielleicht einige andere Bands machen.”























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